Patricia Ntini, 76 Jahre, Südafrika

 

Patricia Ntini lebt mit acht Kindern und neun Enkelkindern zusammen auf einem Gelände mit vier Hütten. "Ich bekomme eine kleine staatliche Rente, davon kaufen wir das, was wir zum Leben benötien", erklärt die alte Frau. Bis auf eine winzige Waisenrente, die ihr achtjähriger Enkel Sphamandla erhält, ist dies das einzige Einkommen, das die Familie zum Leben hat. Sphamandla ist ebenfalls HIV-positiv. "Er geht jeden Tag zur Schule und ist ein guter Schüler", berichtet Patricia Ntini stolz. "Aber er kann nicht am Sportunterricht teilnehmen. Er kriegt schlecht Luft und hat Probleme mit dem Herzen. Er kann nicht schnell rennen und dann hat er noch am ganzen Körper kleine Wunden, die sich infizieren."

"Wir wissen ja, wie man sich mit AIDS infiziert und es liegt daran, dass sich die Menschen überhaupt keine Gedanken machen", sagt sie. "Genauso wie der Vater meines Enkels. Der hat sich auch keine Gedanken gemacht. Er war mit einer Frau zusammen, hat sich infiziert und den Virus dann an seine Frau gegeben. So geht das immer weiter." Und doch hofft sie, dass ihr kleiner Enkel Sphamandla ein langes Leben haben wird, auch wenn er sehr krank ist.

Jetzt online spenden